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Wetter in Thüringen sorgt für etliche Notfälle! Einsatzkräfte unter Dauer-Strom

Schnee und Eis sorgten am Wochenende in Thüringen für etliche Notfälle. Die Einsatzkräfte waren wegen des Wetters im Dauereinsatz.

© IMAGO/Maximilian Koch

Die heftigsten Wetterlagen in Thüringen seit 1990

Dauerregen, Sturm oder Rekord-Hitze: Das waren die heftigsten Wetterlagen in Thüringen seit 1990.

Das Winter-Wetter sorgt in Thüringen für Chaos auf den Straßen. Etliche Notrufe gingen am Wochenende (2. und 3. Dezember) bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ein.

Die Einsatzkräfte hatten in Thüringen alle Hände voll zu tun. Und das nicht nur auf den Autobahnen.

Wetter in Thüringen: Eis und Schnee sorgen für Gefahren

Bei reichlich Schnee und Eis gab es am Wochenende auch in Thüringen einige Einsätze für die Polizei. Vor allem ging es dabei um Verkehrsunfälle. Die Situation sei aber weit entfernt von der Lage im von heftigen Schneefällen geprägten Süden Deutschlands gewesen, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei am Sonntag.

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Zum einen musste war eine Bahnstrecke gesperrt. Ein Lastwagen mit Anhänger war am Sonntagmorgen laut Bundespolizei wohl wegen Schneeglätte in die Schallschutzwand neben einer Bahnstrecke zwischen Weimar und Apolda geprallt (wir berichteten). Der Laster musste geborgen und die Bahnstrecke für einige Stunden gesperrt werden. Es verletzte sich niemand.

Notrufsystem führt zu Unfallverursacherin

Im Landkreis Greiz rutschte eine 21-Jährige am Samstag nach Polizeiangaben zwischen Auma und Braunsdorf mit einem Auto von der schneeglatten Straße ab und prallte gegen die Leitplanke. Die Frau entfernte sich zwar unerlaubt von der Unfallstelle, ohne die Polizei zu informieren.

Die Polizei konnte die Unfallverursacherin dennoch ausfindig machen, da das automatische Notrufsystem des Wagens selbstständig die Rettungsleitstelle informiert hatte. Das System habe auch das Autokennteichen übermittelt.

Schon am Freitag war eine 34-Jährige mit ihrem Auto auf winterlicher Straße in Luisenthal (Landkreis Gotha) in einer Kurve in den Gegenverkehr gerutscht und mit einem anderen Wagen zusammengestoßen. Der andere Fahrer verletzte sich laut Polizei leicht. Die Höhe des Sachschadens betrug etwa 15.000 Euro.

Mega-Schäden in Nordhausen und Weimar

Bei sechs Unfällen im Landkreis Nordhausen auf glatten Straßen kam es von Freitag bis Sonntagmorgen zu Sachschäden in Höhe von mehr als 10.000 Euro. Es verletzte sich niemand. In Schöndorf bei Weimar gab es eine Art Kettenreaktion, als am Samstag eine 26-Jährige auf glatter Straße mit ihrem Auto gegen zwei geparkte Wagen stieß. Durch den Aufprall schoben sich diese auf ein weiteres abgestelltes Auto. Die Höhe des Sachschadens belief sich in diesem Fall auf 7.000 Euro.


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Im Ilm-Kreis rutschte ein 41-Jähriger zwischen Gillersdorf und Herschdorf mit seinem Auto von der Straße ab und landete im Straßengraben, als er am Samstagabend einem Fuchs ausweichen wollte. Fahrer und Fuchs blieben unverletzt, so die Polizei. Der Wagen erlitt allerdings einen Totalschaden und Einsatzkräfte mussten ihn bergen.

Notfall auch ab von der Straße

Doch nicht nur Autofahrer gerieten in Notlagen: So halfen Beamte etwa bei der Suche nach einem Skifahrer, der sich im Bereich Suhl-Gehlberg am Samstagabend verfahren hatte. Polizisten und andere Helfer hatten den 48-Jährigen nach Angaben des Suhler Inspektionsdiensts von Sonntag aber zügig finden können. Der Freizeitsportler sei erschöpft, aber unverletzt gewesen. (jko mit dpa)