Die Gemüseproduktion in Thüringen steht unter Druck!
Die Anbauflächen schrumpfen, die Erntemengen sinken. Besonders betroffen ist der Freilandgemüseanbau, der seit Jahren rückläufig ist. Landwirtschaftliche Betriebe in der Region stehen vor großen Herausforderungen.
Erschreckende Zahlen aus Thüringen
Die Zahlen zeigen eine deutliche Entwicklung. Der Rückgang ist nicht neu, doch das vergangene Jahr brachte erneut einen starken Einbruch. Die Ursachen sind vielfältig und werfen Fragen zur Zukunft des Gemüseanbaus in Thüringen auf.
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Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, ernteten die Landwirte im Jahr 2024 auf 558 Hektar Anbaufläche insgesamt 7.655 Tonnen Freilandgemüse. Das sind 3.556 Tonnen weniger als im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang von 32 Prozent. Die Gesamtanbaufläche verringerte sich um 30 Hektar auf nunmehr 558 Hektar. Seit 2016 ist die Anbaufläche bereits zum achten Mal in Folge geschrumpft. Insgesamt beträgt der Flächenrückgang in diesem Zeitraum 42 Prozent.
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Während der Freilandanbau schrumpft, zeigt sich bei der Produktion in Gewächshäusern eine andere Entwicklung. Im Jahr 2024 wurden in Thüringer Gewächshäusern rund 11.800 Tonnen Gemüse geerntet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 940 Tonnen oder 9 Prozent. Die Anbaufläche unter Glas blieb mit 32 Hektar konstant. (yak)