Im Vergleich zu anderen Ländern, hinkt Deutschland beim Thema Digitalisierung hinterher. Um dem entgegenzuwirken, werden viele Dinge technisch erneuert und veraltete Prozesse aus dem Fenster geworfen. Während viele Menschen diesem Schritt entgegenfiebern, scheinen die Thüringer davon eher weniger begeistert zu sein.
Im Gegenteil: Sie blicken der Digitalisierung eher skeptisch gegenüber. Schuld daran ist besonders eine Generation.
Thüringer sind eher skeptisch
Wenn man sich im Freistaat umschaut, sollte man meinen, dass die Thüringer eigentlich ganz gut mit Technik umgehen können. Fast jeder nutzt zumindest gelegentlich mal das Internet und viele besitzen ein Smartphone. Offenbar ist das aber mehr Schein als Sein, denn ein großer Bevölkerungsanteil Thüringens steht der Digitalisierung skeptisch gegenüber.
Das beweist der jährlich ermittelte bundesweite Digitalindex, für welchen ein repräsentativer Anteil der Bevölkerung ab 14 Jahren befragt wurde. Das Ergebnis gibt Grund zur Beunruhigung. Jeder Dritte der befragten jüngeren Bevölkerung gab an, dass zu viel digitalisiert wird. Deutschlandweit teilt nur jeder vierte diese Meinung. Auch im Hinblick auf eine Technik-affine Zukunft malen die jungen Thüringer eher schwarz. Nur jeder Dritte glaubt, dass er persönlich einen Vorteil aus der Digitalisierung zieht. Im bundesweiten Vergleich denken das zwei Drittel. Irgendwie haben es die jungen Thüringer nicht so mit der Technik.
+++ Thüringer Bürgermeister am Rande der Verzweiflung: „Alles schwierig“ +++
Ältere Generation prescht voran
Ganz anders läuft es dagegen bei der älteren Generation. Bei den befragten Thüringern ab 64 Jahren glauben etwa die Hälfte, persönlich von der Digitalisierung zu profitieren. Im Hinblick auf Basiskompetenzen, wie Fotos verschicken oder im Internet recherchieren, schneiden die älteren Thüringer im bundesweiten Vergleich sogar besser ab als ihre Altersgenossen! Zeitgleich schneiden hier die Thüringer unter 30 im Vergleich schlechter ab.
Mehr News:
Insgesamt ist die digitale Kompetenz der Thüringer mit dem Bundesdurchschnitt vergleichbar. Hier gleichen sich scheinbar die Ergebnisse der älteren Generation mit denen der jüngeren Generation aus. (mit dpa)