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Thüringer Traditions-Brauerei bringt Spezial-Bier auf den Markt! Wenn du es haben willst, musst du schnell sein

Eine Thüringer Traditions-Brauerei bringt zu Ostern ein Spezialbier auf den Markt. Eine Sache macht es besonders.

© Redaktion / Benjamin Pogadl

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Bei der Vereins-Brauerei Apolda ist es zur Tradition geworden: Wer hier seine Brauer-Ausbildung macht, darf in seinem letzten Ausbildungsjahr selbst ran – und eine ganz eigene Bier-Spezialität kreieren.

In den letzten Jahren brachte die Thüringer Traditions-Brauerei so ganz unterschiedliche Spezial-Editionen auf den Markt. Im Ausbildungsjahrgang 2021 hat Azubi Moritz Keil den Hut auf und freut sich schon darauf, seine Bier-Spezialität bald vorstellen zu dürfen. Im Thüringen24-Gespräch verrät er, was für ein Bier es geworden ist.

Thüringer Traditions-Brauerei sucht Azubis

Die Brauerei im Herzen Thüringens hat in den letzten Jahren ihr Ausbildungs-Programm in gewisser Weise umgekrempelt. Das Problem: Die Alters-Struktur verschob sich im Betrieb etwas nach hinten. Viele langjährige Mitarbeiter gingen in den Ruhestand, der Nachwuchs kam teilweise nur schleppend nach.

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„Ich hätte schon gerne in jedem Lehrjahr mindestens einen Auszubildenden“, erklärt Braumeister Thomas Schröder im Thüringen24-Gespräch. „Wenn es sich natürlich anbietet, dass man zwei gute Bewerber hat, dann nimmt man auch zwei. Das hatten wir in ein, zwei Jahrgängen.“ Früher war es oft so, dass der Traditions-Betrieb nur alle drei Jahre einen neuen Auszubildenden einstellte. Aber auch in Apolda weiß man, dass die fetten Jahre auf dem Ausbildungs-Markt mittlerweile vorbei sind.

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Braumeister Thomas Schröder (l.) von der Thüringer Traditionsbrauerei in Apolda ist stolz auf seinen Azubi Moritz Keil. Foto: Redaktion / Benjamin Pogadl

„Die Zahl der Bewerbungen nimmt drastisch ab“, sagt Schröder. „In den Jahren 2020, 2021 lagen die Bewerbungen noch locker und lässig im zweistelligen Bereich. Das sah die letzten zwei Jahre ganz anders aus.“

„Gibt es heutzutage nicht mehr so oft“

Besonders bitter wird es dann, wenn sich eigentlich vielversprechende Bewerber finden, die dann auf den letzten Metern wieder abspringen. „Letztes Jahr hatten wir den Fall, da hatten wir sogar zwei Gute da, die auch Praktikum gemacht haben, die sich dann aber final etwas anderes gesucht haben“, so Schröder.

Moritz kann das nur bedingt nachvollziehen. „Den Beruf und die Ausbildung gibt es heutzutage nicht mehr so oft“, sagt er. „Ich habe hier auch ein Praktikum gemacht, das war in dieser einen Woche schon sehr abwechslungsreich.“ Genau das war für ihn auch ausschlaggebend für seine Bewerbung. Für ihn ging es direkt nach der Schule in die Apoldaer Vereinsbrauerei zur Ausbildung. Unter seinen Altersgenossen ist er damit die große Ausnahme.

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Die Vereinsbrauerei Apolda (Thüringen) will das „Mopale“ von Moritz Keil an Ostern auf den Markt bringen. Foto: Redaktion / Benjamin Pogadl

„Ich merke mehr und mehr bei der jungen Generation, dass sie gar nicht mehr so richtig weiß, was sie machen will und soll“, sagt Schröder. „Wir hatten zum Teil Praktikanten da, die dann gesagt haben: ‚Eigentlich will ich Rettungs-Sanitäter werden.‘ Da fragen wir uns schon: ‚Warum machst du dann ein Praktikum bei der Brauerei?‘“

Thüringer Traditionsbrauerei stellt „Mopale“ vor

Moritz würde die Ausbildung aber auf jeden Fall weiterempfehlen. „Es ist schon körperlich anspruchsvoll, aber nach den acht Stunden sieht man auch, was man alles geschafft hat und tippt nicht nur in irgendwelche Tasten“, lacht er.

Sein erstes eigenes Bier wird jedenfalls den Namen „Mopale“ tragen. Darin findet sich auch ein kleiner Hinweis darauf, welche Sorte es denn geworden ist. „Das setzt sich aus ‚Mo‘ für meinen Vornamen und ‚Pale‘ für die Sorte ‚Pale-Ale‘ zusammen“, so der Azubi.

„Die Herausforderung war, dass wir für Ostern ein Bier kreieren sollten“, erklärt Moritz. „Es sollte eher in die helle Richtung gehen. Dann haben wir uns entschieden, dass wir ein Pale-Ale brauen. Das ist ein schlankes Vollbier, das sich durch seine goldgelbe Farbe und seine Hopfenpräsenz auszeichnet.“


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Wie genau das Bier letztlich schmecken wird, das ist auch für seinen Chef jedes Jahr eine Überraschung. Der Sud ist jedenfalls angesetzt und reift bis zur Abfüllung. Pünktlich zu Ostern soll das „Mopale“ dann in Liter- und Halbliterflaschen abgefüllt werden.

Für den Ausbildungsjahrgang 2024 hat die Brauerei übrigens noch zwei Stellen zu besetzen. Neu in diesem Jahrgang: Ein Ausbildungsplatz betrifft den Ausbildungsberuf Maschinen- und Anlagen-Bediener. Beim anderen handelt es sich – wie gehabt – um Brauer und Mälzer. Vielleicht wäre das ja was für dich?