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Thüringer Bratwurst: Macht der Veggie-Trend dem Kulturgut den Garaus? Experte wird deutlich

Auch im Freistaat setzen immer mehr Menschen auf Veggie. Müssen sich Fleisch-Fans etwa Sorgen um ihre Thüringer Bratwurst machen?

© IMAGO/blickwinkel

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Die Thüringer Bratwurst ist Kulturgut. Für viele ist sie aus dem Freistaat nicht wegzudenken. Doch der Trend geht immer mehr in Richtung Veggie.

Sind die Tage für die Thüringer Bratwurst etwa angezählt? Experte Uwe Keith spricht jetzt Klartext.

Thüringer Bratwurst „aufgeladen mit Emotionen“

Der Trend zur fleischlosen Ernährung bereitet Thüringer Bratwurst-Fachmann Uwe Keith keine Kopfschmerzen. Die durch EU-Recht geschützte Thüringer Rostbratwurst sei weit mehr als ein Imbiss, so der Geschäftsführer des Herkunftsverband Thüringer und Eichsfelder Wurst und Fleisch. „Sie ist nicht nur Lebensmittel, sondern Kulturgut. Sie ist aufgeladen mit Emotionen und persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen.“

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Daher habe die Bratwurst weiter Bestand auch wenn perspektivisch der Verzehr von Fleischprodukten zurückgehe. „Der Verzicht auf Wurst und Fleisch ist ja durchaus nachvollziehbar aus Umwelt- und Gesundheitsgründen“, so Keith weiter, der auch Vorsitzender des Vereins Freunde der Thüringer Bratwurst ist. Er gehe davon aus, dass diese Entwicklung dazu führe, dass dem Qualitätsprodukt Thüringer Bratwurst mehr Wertschätzung entgegengebracht werde.


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Das Datum der bislang bekannten frühesten urkundlichen Erwähnung der Bratwurst jährt sich am Samstag zum 620. Mal: Datiert auf den 20. Januar 1404 sind in einem Rechnungsdokument eines Klosters in Arnstadt die Ausgaben für Bratwurst-Därme aufgeführt. (jko mit dpa)