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Weihnachtsmarkt in Weimar: Händler empört – „Eine Lüge!“

Der Weihnachtsmarkt in Weimar lädt bald wieder Besucher ein. Doch einige Händler sprangen ab, und das NICHT aus Personalmangel.

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Weimar in Thüringen ist UNESCO Weltkulturerbe und ein kulturelles Zentrum mit einer langen Geschichte der Kunst, Musik und Literatur.

Langsam aber sicher kommt Weihnachtsstimmung auf – und auch der Weihnachtsmarkt in Weimar öffnet bald seine Pforten. Doch in diesem Jahr läuft einiges anders.

Der Weihnachtsmarkt Weimar findet unter einem neuen Konzept statt. Doch nicht alle halten das für eine gute Idee.

Weihnachtsmarkt Weimar: Neue Weihnachtsbeleuchtung

Der diesjährige Weihnachtsmarkt in Weimar ist, wie immer, in mehrere kleinen Märkte unterteilt, die sich über die Stadt hinweg verteilen. Doch dieses Jahr tritt ein neues Konzept in Kraft. Demnach bleibt die berühmte Schillerstraße befreit von Weihnachtsmarkt-Buden. Stattdessen ist die Straße mit neuen Beleuchtungs-Elementen ausgestattet – und die ortsansässigen Einzelhändler dekorieren ihre Schaufenster selbst. Auch die Öffnungszeiten der jeweiligen Buden wurden verändert: Anstatt von 10 bis 20 Uhr haben sie nur noch von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

+++ Weimarer Weihnacht startet durch! Eine Sache ist dieses Jahr aber grundlegend anders +++

Das neue Konzept (ohne die Buden in der Schillerstraße) ist laut der Stadt Weimar nach den Bilanzen des Weihnachtsmarktes 2022 entwickelt worden, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt – in Beratung mit zahlreichen Weihnachtsmarkt-Händlern der Gegend. Im vergangenen Jahr hätten viele Buden nach dem 24. Dezember kaum noch Umsatz gemacht. Etliche Händler hätten ihre Buden deshalb schon frühzeitig schließen müssen. Der Personalmangel habe dazu beigetragen und schlussendlich zu einem Qualitätsverlust auf allen Seiten geführt. Zudem wolle man die Schaufenster der Geschäfte in der Schillerstraße freihalten, damit diese eine bessere Chance haben, mit den Online-Händlern mithalten zu können.

Weimar: Händler weg – aber warum?

Doch durch die sozialen Medien weht ein ganz anderer Wind: Viele Händler seien, anders als behauptet wird, nicht aufgrund von Personalmangel vom Weihnachtsmarkt in Weimar abgesprungen. Einer der Händler, der selbst auf dem Weihnachtsmarkt seine Waren anpreist, behauptet, das sei „zu einem großen Teil eine Lüge, oder sagen wir, da fehlt ein großer Teil der Wahrheit“. Vielmehr seien etliche Händler unzufrieden mit dem neuen Konzept – und hätten deshalb abgesagt.


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Vielen sei das Risiko einfach zu hoch, einen Stand an einem anderen Ort als der belebten Schillerstraße zu eröffnen. Doch nicht nur das. Eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des neuen Weihnachtsmarkt-Konzeptes habe die Meinung der Händler – anders als die Stadt Weimar behauptet – nicht gespielt . Anstatt einer gemeinsamen Ausarbeitung sei das Konzept einfach vorgestellt worden – „Da war auch nicht mehr dran zu rütteln“, verrät der Händler im Thüringen24-Interview. Auch gutes Zureden hätte die Stadt nicht mehr umstimmen können. Zu den Vorwürfen hat sich die Stadt Weimar auf unsere Nachfrage nicht geäußert. Was für Konsequenzen das sonst noch mit sich bringt, bleibt abzuwarten.