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Sachsen: Nazi-Parolen, bis die Polizei kommt! Unfassbare Szenen am Vatertag

In Sachsen ist der Vatertag auf eine ungewöhnliche Art und Weise ausgeartet – jetzt ermittelt sogar der Staatsschutz wegen rechter Parolen.

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u00a9 imago images/Martin Mu00fcller

Verfassungsschutz: Sächsische AfD ist "gesichert rechtsextrem"

Der sächsische Verfassungsschutz hat die AfD im Freistaat als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Die juristische Prüfung hat demnach unter anderem ergeben, dass die AfD gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstößt und sich antisemitischer Positionen bedient.

Christi Himmelfahrt – im Volksmund auch Vatertag genannt – ist mehr oder weniger bekannt dafür, dass es an diesem Tag hin und wieder mal aus dem Ruder laufen kann. Doch: Trotz des vielen Alkohols, der an diesem Feiertag konsumiert wird, ist die Stimmung am Vatertag meistens dennoch friedlich und ziemlich ausgelassen. Weniger friedlich ging es dafür am Donnerstag (9. Mai) in Sachsen zu.

Die Polizei hatte hier am Vatertag alle Hände voll zutun. Doch schuld daran war gar nicht mal der Alkohol.

Sachsen: Zu neunt im Kübelwagen

Bei einem Spaziergang durch Sachsens Landeshauptstadt Dresden fiel der ehemaligen Stadträtin Annalena Schmidt (Grüne) fast die Kinnlade runter – was sie am Vatertag (9. Mai) beobachtete, machte sie einfach nur sprachlos. Die Dresdnerin filmte das Spektakel schließlich, um es dann auf Twitter zu stellen. Darüber schrieb sie: „Männertag in Dresden: Bei der Abfahrt noch die Reichsfahne ausgepackt. Die Polizei hatte es auf dem Schirm und ist aus Seitenstraße heraus gefolgt.“

+++ AfD will sich bei Sachsen einschleimen – und kassiert heftige Klatsche von Traditionsbetrieb +++

Auf dem Video sind neun Männer zu sehen, die in einem Kübelwagen durch die Dresdner Innenstadt fahren. Doch nicht nur das: Laut Informationen der „BILD“ grölte der Trupp während der vermeintlichen Spritztour rechte Parolen und schwang die Reichsflagge. Wie die Polizei später berichtete, wird ebenso wegen eines mutmaßlichen Hitlergrußes ermittelt.

Der Staatsschutz ermittelt

„Ich war wirklich schockiert, so etwas mitten in der Stadt zu sehen“, sagt Schmidt im Gespräch mit der „Bild“. Die Männer haben für diese Aktion jedenfalls eine Anzeige von den Beamten kassiert. Doch nicht etwa wegen der Parolen und der Reichsflagge, die ohne Adler nicht mal verboten ist. Die Gruppe musste sich wegen des verfassungswidrigen Kennzeichens vor der Polizei verantworten.


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Auf dem Kennzeichen waren die Buchstaben „WH“ sowie die Zahl „88“ zu sehen. „WH“ steht dabei in der entsprechenden Szene für „Wehrmacht Heer“ und die Zahl „88“ bedeutet unter Neonazis so viel wie „Heil Hitler“. Es ist allerdings noch nicht bekannt, ob die Männer bereits aktenkundig bei der Polizei sind und dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet werden können. Nun hat sich allerdings der Staatsschutz eingeschaltet, um zu ermitteln.