Es sind Winterferien im Freistaat. Nachdem es für die Schüler am Freitag (31. Januar) Zeugnisse gab, haben sie nun eine ganze Woche Zeit, um ihre Freizeit zu genießen, ihren Hobbys nachzugehen oder aber mit der Familie in den Urlaub zu fahren.
Für viele Familien oder Urlaubsgruppen sind die Winterferien die perfekte Gelegenheit, sich einige Tage im Schnee zu gönnen und sich auf Schlitten, Skier oder auch aufs Snowboard zu schwingen. Doch in diesem Jahr gibt es da, besonders für Anfänger, ein Problem.
Wetter in Thüringen: Schneemangel lässt viele in die Röhre schauen
Der Schneemangel im Thüringer Wald lässt in diesem Winter nur begrenzt Skikurse für Touristen und Einheimische zu. Am ehesten ist dies noch in Oberhof möglich, wie Anbieter von Langlauf- und Alpinski-Kursen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur berichteten. Dort kann die mit Kunstschnee belegte Skihalle für die Kurse genutzt werden. „Da haben wir ganzjährig gute Bedingungen“, sagte Heike Luck, Inhaberin eines Sportgeschäfts mit Kursangeboten. Auch Alpinkurse hätten bislang dank künstlicher Beschneiung am Fallbachhang funktioniert.
„Die Skihalle ist natürlich ein Vorteil“, sagte Maik Nothnagel, Inhaber eines Sportfachhandels in Oberhof. Viele Gäste wollten zwar lieber in der Natur durch verschneite Wälder laufen. „Aber wenn wegen Schneemangel gar nichts geht, wechseln wir eben in die Halle.“ Das sei zwar für die Kursteilnehmer mit zusätzlichen Kosten für den Halleneintritt verbunden, sie nähmen dies jedoch in Kauf. Vor allem Schulklassen gingen gerne in die Halle, um Langlauf zu lernen, beobachtete er ebenso wie Heike Luck.
Sport im Freien ist immer wetterabhängig
Anbieter in anderen Wintersportorten, etwa Masserberg, sind für Kurse auf Naturschnee angewiesen – und der fehlt. Die aktuelle Situation sei nicht schön, zumal es der zweite schneearme Winter sei, hieß es von einem Anbieter in Masserberg. Outdoor-Sportarten seien allerdings immer wetterabhängig. Mit Situationen wie derzeit müssten Anbieter umgehen.
Skikurse für Anfänger oder Fortgeschrittene und der Verleih der dazugehörigen Ausrüstung sind für Sportfachgeschäfte in Wintersportregionen ein wichtiger Umsatzfaktor. Um für Schneemangel gewappnet zu sein, organisieren die Anbieter andere Freizeitangebote. Breiter aufgestellt zu sein, sei wichtig, sagte Heike Luck. Sie nennt Schneeschuhwanderungen, Fackelwanderungen oder Gästebiathlon als Beispiele.
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In Thüringen starteten am Wochenende (1. & 2. Februar) die Winterferien. Alpinskifahrer können dann auf die Wiederöffnung der Liftanlage Winterwelt Schmiedefeld hoffen, die zuletzt mangels Schnee geschlossen war. Nach Angaben der Stadtverwaltung Suhl soll sie bei ausreichender Schneedecke ab Sonntag öffnen. Der Regionalverbund Thüringer Wald rät auch zu anderen Wintersportarten wie Eislaufen. Dies sei in den Eislaufhallen Ilmenau und Sonneberg möglich und bereits im vergangenen Winter gut genutzt worden. (mit dpa)