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Thüringer Händler platzt der Kragen! „Kann nicht sein, dass das folgenlos bleibt“

In Thüringen tricksen offenbar einige Flüchtlinge mit ihrer Bezahlkarte. Aber das ist nur ein Problem, was die Händler umtreibt.

Einzelhändler aus Suhl haben die schnauze langsam voll.
© IMAGO/Karina Hessland

Zwischen Krieg und Hoffnung: Die weltweite Flüchtlingskrise

Über 100 Millionen Menschen sind Flüchtlinge. Krieg, Naturkatastrophen und Armut sind einige Gründe.

Einigen Einzelhändlern aus Thüringen reicht es!

In Suhl gibt es offenbar einen „Trend“, gegen den jetzt auch Thüringens Innenminister etwas tun will.

Thüringen: Trick mit Bezahlkarte 

Es geht um die Bezahlkarte für Geflüchtete. Ihr Sinn und Zweck ist es ja eigentlich, zu verhindern, dass Asylbewerber Geld an Schlepper oder an ihre Familie oder Freunde ins Ausland überweisen können. Einige Flüchtlinge in Suhl sollen die Händler aber „austricksen“, heißt es bei „inSüdthüringen“. Ein betroffener Händler aus dem Steinweg hat Thüringens Innenminister Georg Maier demnach bei dessen Besuch gesagt, dass einige Geflüchtete erst mit der Bezahlkarte shoppen gehen, um die gekauften Artikel direkt danach wieder umzutauschen – gegen Bargeld. Maier sagte, dass es sich hierbei aber nicht um Bewohner der Erstaufnahme-Einrichtung in Suhl handeln könne, weil die ihr Taschengeld weiterhin bar bekämen. Die betroffenen Händler sollten den Flüchtlingen beim Umtausch lieber Gutscheine statt Bargeld ausstellen.

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Thüringen: Mehrfachtäter raus?

Auch Ladendiebstähle treiben die Geschäftsleute in Suhl weiter um. Das Problem besteht seit Jahren – und ist offenbar zuletzt wieder schlimmer geworden. Dem Bericht zufolge haben manche Händler sogar resigniert und aufgegeben anstatt Anzeigen zu erstatten – Aufwand und Ertrag lohnten sich nicht. Diese Zu- und Umstände wiederum brachten Thüringens Innenminister auf die Palme: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Täter entsprechend bestraft werden. Es kann nicht sein, dass das Ganze für sie folgenlos bleibt. Wir müssen den Leuten vermitteln, was bei uns gilt. Und dass das auch für sie Gültigkeit hat“, sagte Maier gegenüber „inSüdthüringen“. Zwar seien die allermeisten Verdächtigen in Suhl seien Nichtdeutsche, dennoch wehre er sich gegen die Aussage, Diebstähle seien bloß ein Problem der Zuwanderung.


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Maier will das Problem jetzt bekämpfen. Unter anderem mit mehr Polizeistreifen vor Ort. Außerdem wolle er weiter mit den betroffenen Geschäftsleuten reden, sagte Thüringen Innenminister: „Ich will wissen, ob sie Angst haben oder ob sie bedroht werden.“ Wer mehrfach Straftaten begehe, müsse damit rechnen, dass sein Asylantrag abgelehnt wird. Er stehe mit der Ausländerbehörde in Kontakt, sagte Maier: „Mir schwebt vor, dass die Täter schnellstens abgeschoben werden.“