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Erfurt: Ehemaliger Superstar bei Müll-Entsorgung gesichtet – einigen gefällt das so gar nicht

Ein Start leert in Erfurt Bio-Tonnen. Zunächst einmal klingt das nicht ungewöhnlich. Doch die Grünen-Fraktion im Stadtrat ist irritiert.

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Was du über die Stadt Erfurt wissen solltest

In diesem Video stellen wir dir die thüringische Hauptstadt vor.

In Erfurt sorgte eine ungewöhnliche Müllaktion für Stirnrunzeln unter den Stadträten.

Ein bekannter Rapper half dabei in Zuge einer Fernsehproduktion der SWE aus – ohne, dass dabei Kosten für die Stadt Erfurt entstanden wären. Doch der Mann ist nicht unumstritten und so kamen Fragen auf.

Erfurt: Bushido für PR-Aktion vor der Kamera

Anis Ferchichi, auch bekannt als Bushido, ein Berliner Hip-Hop-Musiker, unterstützte die SWE beim Sammeln von Biomüll. Die „Thüringer Allgemeine“ berichtete zuerst davon. Dabei handelte es sich um eine PR-Aktion für eine Doku-Serie des Streaming-Dienstes Amazon Freevee. Die Serie zielt darauf ab, junge Menschen aus schwierigen Verhältnissen zu begleiten. Dabei werden sie von Prominenten unterstützt. Eine dieser Geschichten wurde in Erfurt gedreht – mit Bushido als prominenter Schirmherr. Die Dreharbeiten dazu fanden schon im November 2023 statt.

Bushido ist allerdings nicht unumstritten. Der Rapper pflegte in der Vergangenheit ein Image als Gangster-Rapper und hatte Verbindungen ins Clan-Milieu. Vor Gericht streitet er sich seit Jahren medienwirksam mit seinem ehemaligen Manager, Clan-Chef Arafat Abou-Chaker.

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Die Grünen-Fraktion im Stadtrat zeigte sich daher irritiert und forderte Aufklärung. Wie auf der Webseite der Grünen hervorgeht, stellte die Fraktion bereits im Dezember 2023 eine Anfrage mit dem Titel Gangsterrap bei der Erfurter Abfallentsorgung? Hintergründe zum Auftritt von Bushido auf dem Social-Media-Account der SWE Stadtwerke Erfurt GmbH ans Rathaus. Denn die SWE hatte die Aktion auf ihrem Instagram-Kanal beworben – dies haben wohl auch die Grünen entdeckt.

Erfurt: Rathaus mit eindeutiger Antwort

Der „Thüringer Allgemeinen“ liegt mittlerweile eine Antwort vor. Zumindest sollen der Stadt keine Kosten entstanden sein. Was das Rathaus auf die Anfrage noch entgegnet hat, kannst du bei der „Thüringer Allgemeinen“ nachlesen.


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Bushido repräsentiert in gewisser Weise die Zielsetzung der Serie – die Wandlung von einer schwierigen Vergangenheit hin zu einem verantwortungsvollen Leben. Ob die Angelegenheit noch ein Nachspiel hat, wird sich zeigen.