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Thüringen: Düstere Wirtschaftsprognose! „Befindet sich im freien Fall“

Um die Thüringer Wirtschaft steht es gar nicht gut: Experten sprechen jetzt sogar von einem „freien Fall“!

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Das waren die bisherigen Ministerpräsidenten in Thüringen

Wer hatte seit der Wiedervereinigung in Thüringen das Sagen? Wir zeigen die bisherigen Ministerpräsidenten.

Es steht gar nicht gut um die Thüringer Wirtschaft! Laut Einschätzungen der Erfurter Industrie- und Handelskammer befindet die sich nämlich aktuell im Keller. Die IHK führte dazu eine Konjunktur-Umfrage durch – mit bitteren Ergebnissen.

Was die Umfrage in Thüringen ergeben hat und mit welchen Folgen wir nun rechnen müssen, kannst du hier nachlesen.

Thüringen: Erschreckende Bilanz für Wirtschaft

Thüringer Unternehmen müssen den Gürtel in Zukunft wohl enger schnallen – „Jedes fünfte Unternehmen erwägt Kürzungen von Stellen, alle Branchen stehen unter großer Anspannung“, so die Einschätzung der IHK Erfurt. In einer Pressemitteilung teilte die Handelskammer die Ergebnisse ihrer Konjunktur-Umfrage in Thüringer Unternehmen mit – und diese sehen alles andere als rosig aus! Was damit genau gemeint ist: In der Umfrage wurde untersucht, wie es um das Wirtschaftswachstum in den Firmen steht. Der Konjunkturklimaindex liege im Moment bei „sehr niedrigen 73 Punkten“ – etwa auf dem selben tiefen Niveau wie in der Corona-Zeit! Im Vergleich: Der Jahresdurchschnittswert zwischen 2005 und 2024 lag bei immerhin 105 Punkten.

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Die erschreckende Bilanz der Umfrage: „Jedes dritte Unternehmen (32 Prozent) beurteilt die aktuelle Geschäftslage als schlecht, lediglich 23 Prozent bewerten die aktuelle Lage als gut“, so die IHK. Die Industrie habe mit Produktions- und Umsatzeinbußen zu kämpfen und im Einzelhandel haben sich die mit dem Weihnachtsgeschäft verbundenen Erwartungen nicht erfüllt. Das Baugewerbe wiederum leide unter hohen Kosten und Zinssteigerungen. Ein kleiner Lichtblick: Im Dienstleistungs-Sektor falle die Bewertung der Lage überwiegend positiv aus. Dennoch sind die Erwartungen für die kommenden Monate „sehr zurückhaltend“.

„Stimmung befindet sich im freien Fall“

Dr. Cornelia Haase-Lerch, Hauptgeschäftsführerin der IHK Erfurt analysiert die Umfrage so: „Die Stimmung der Unternehmen befindet sich im freien Fall. Die Suche nach Optimismus und positiven Erwartungen in den Unternehmen gestaltet sich immer schwieriger. Noch zehrt die resiliente Thüringer Wirtschaft von den vergangenen Jahren. Sollten sich die Konjunktur-Einschätzungen auch nur in Teilen bewahrheiten, ist eine Erholung der regionalen Wirtschaft weithin nicht absehbar“. Kein Wunder also, dass die Investitionen der Unternehmen deutlich zurückgehen: Nur 14 Prozent der Firmen planen in den nächsten zwölf Monaten ihre Investitionen zu steigern. Der Rest halte sie entweder auf dem selben Niveau, möchte sie sogar kürzen oder gar nicht mehr investieren.


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‌Die größten Risiken für die kommenden Monate sehen die Unternehmen bei den Energie- und Rohstoffpreisen und bei den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Doch was müsste sich ändern? Nach Einschätzungen der IHK müsse Deutschland wieder wettbewerbsfähiger werden. Sie sieht die Politik in der Pflicht ihren Beitrag zu leisten. Andere Länder hätten günstigere Standortkosten und einfachere bürokratische Verfahren. Jetzt liege es an der Politik verloren gegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen, Kosten und Bürokratie spürbar zu senken und Anreize für Investitionen zu setzen, so die Industrie- und Handelskammer.