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Thüringen: Krankenhäuser gehen auf die Barrikaden! Heftige Einschränkungen für Patienten

Erst die Bahn, jetzt die Krankenhäuser. In Thüringen folgt ein Streik auf den anderen. Hier erfährst du, wo es Einschränkungen geben könnte.

© imago images/VIADATA

Streiks, Tarifverhandlungen, Schlichtung & Co. – so funktionieren Tarifverträge

Ein Tarifvertrag wird zwischen Arbeitgebern oder Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften geschlossen. Durch ihn muss nicht jeder Arbeitnehmer einen eigenen Arbeitsvertrag mit seinem Arbeitgeber verhandeln. In den Tarifverträgen werden unter anderem Gehalt, Arbeitszeiten und Urlaubstage festgelegt.

Die Lokführer legen eine Verschnaufpause ein, doch jetzt sind die Krankenhäuser in Thüringen dran!

Am Dienstag (30. Januar) müssen Patienten sich auf Einschränkungen gefasst machen, denn Warnstreiks stehen bevor.

Thüringen: Uni-Klinik in Jena im Warnstreik-Fieber

In Thüringen wird mal wieder gestreikt. Jetzt ist es nicht mehr die Bahn, sondern die Krankenhäuser. Die Ärzte-Gesellschaft Marburger Bund ruft am Dienstag (30. Januar) am Universitätsklinikum Jena zum Warnstreik auf – von 8 bis 12 Uhr. Der Hintergrund: Eine nationale Auseinandersetzung um die Gehälter der Ärzte an Uni-Kliniken.

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Der Magdeburger Bund fordert 12,5 Prozent mehr Gehalt im Jahr und höhere Zuschläge für nächtliche, Wochenend- und Feiertagsarbeit. Der Grund? Die Inflation und der Wunsch, den Gehaltsabstand zu anderen Kliniken zu verringern. Die zentrale Kundgebung soll in Hannover stattfinden.

Hufeland-Klinikum streikt auch

Doch die Uni-Klinik Jena ist nicht das einzige Krankenhaus in Thüringen, das streikt. Auch das Hufeland-Klinikum im Unstrut-Hainich-Kreis, mit Standorten in Mühlhausen und Bad Langensalza, wird von 6 bis 22 Uhr zum Streikzentrum. Ein besonderes Detail: Hier läuft eigentlich ein Tarifvertrag bis 2025. Doch Verdi wirft die Inflation als Trumpfkarte in den Ring und fordert einen Ausgleich von 3.000 Euro für die nichtärztlichen Mitarbeiter.


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Die Geschäftsführung kontert und hält diese Forderung für überzogen. Laut einer Sprecherin habe man bereits eine Prämie von 1200 Euro und von 800 Euro in diesem Jahr beschlossen.

Trotz des Streiks sei für genug Versorgung von Notfällen und lebenswichtigen Behandlungen gesorgt, betonte eine Sprecherin der Uni-Klinik Jena. Man könne jedoch nicht ausschließen, dass es vereinzelt zu längeren Wartezeiten in den Notaufnahmen kommt und dass Termine, wenn sie medizinisch vertretbar sind, verschoben werden müssen.