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Thüringen: Schwerer Überhol-Crash – und eine explosive Überraschung im Kofferraum

Nach einem Unfall mit drei Verletzten in Thüringen haben Polizei und Feuerwehr noch einen brisanten Fund gemacht. Für den mutmaßlichen Unfall-Verursacher kommt es knüppeldick!

© Silvio Dietzel

Attacken zu Silvester: Debatte um Böllerverbot neu entfacht

Die massiven Attacken auf Einsatzkräfte in der Silvesternacht sorgen für Bestürzung und haben in Deutschland eine Debatte über ein Böllerverbot neu angefacht. Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte waren in Berlin und anderen Städten teils direkt mit Böllern und Raketen beschossen worden.

In Thüringen hat es einen schweren Unfall gegeben. Drei Menschen wurden bei dem Unfall bei Nordhausen in Thüringen verletzt – aber das war noch nicht alles.

Denn die Polizei machte nach dem Crash in Thüringen noch einen Zufallsfund im Kofferraum eines Unfallautos…

Thüringen: Unfall bei Nordhausen

Laut Polizei war ein 24-Jähriger am späten Freitagnachmittag (8. Dezember) mit seinem BMW auf der B4 in Richtung Nordhausen unterwegs.

Dann setzte er offenbar trotz Überholverbots zum Überholen zweier Fahrzeuge an, geriet mit seinem BMW aber in matschigen Schnee und verlor wahrscheinlich deswegen die Kontrolle über seinen Wagen. Der 24-Jährige geriet in den Gegenverkehr, wo er zunächst einen VW Golf eines 43-Jährigen touchierte und dann gegen den Ford einer 50-Jährigen prallte. Der Aufprall war so heftig, dass sowohl der BMW als auch der Ford in den Graben geschleudert wurden.

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Thüringen: Explosive Fracht

Die Ford-Fahrerin wurde bei dem Unfall schwer verletzt und kam ins Krankenhaus. Der mutmaßliche Unfall-Verursacher und sein Beifahrer kamen leicht verletzt davon. Allerdings kommen auf den BMW-Fahrer noch mehr Probleme zu. Denn nachdem die Feuerwehr den Kofferraum öffnete, kam etwas Verbotenes zum Vorschein!

Die Polizei fand nämlich 300 bis 400 verbotene Feuerwerkskörper in dem Auto – Böller der Kategorie F3 nämlich. Und genau die darf man in Deutschland nur mit einer entsprechenden Genehmigung besitzen und transportieren. Und die wiederum hatte der 24-Jährige nicht.


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Neben einem Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung wegen des Unfalls kommt daher auch ein Ermittlungsverfahren nach dem Sprengstoffgesetz auf den BMW-Fahrer zu. Es drohen eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe bis zu 50.000 Euro. In der Höhe liegt übrigens auch der Unfallschaden.