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Thüringen: Rührende Szenen in Gera! Besonderer Gast fährt in Müllauto mit

In Thüringen durfte ein Müllauto in Gera einen ganz besonderen Gast begrüßen. Das wollte er schon immer einmal machen. Jetzt darf er endlich.

© IMAGO/U. J. Alexander

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Ein Thüringer Müllauto aus Gera hatte einen ganz besonderen Fahrgast in der Kabine.

Ihm ging so ein ganz besonderer Wunsch in Erfüllung. Was sich genau im thüringischen Gera abgespielt hat und welche Szenen das Herz erwärmen lassen, erfährst du hier.

Thüringen: Spezielle Aktion

Bei dem besonderen Gast in Thüringen handelt es sich um den neunjährigen Matteo. Sein größter Wunsch sei es, in einem Müllauto mitzufahren: „Ich bin noch nie Müllauto gefahren. Das ist mein größter Wunsch“, erzählt er dem „MDR“, der ihn bei seinem Abenteuer begleitete. Matteo ist dabei kein normaler Fahrgast in dem Einsatzwagen.

Der Junge leide an Epidermolysis bullosa distrophica, der sogenannten Schmetterlingskrankheit. Matteo selbst erklärt, was diese Krankheit mit ihm macht: „Meine Haut ist fast so dünn wie der Flügel eines Schmetterlings, und so empfindlich ist sie auch“. Rund 3.000 Menschen sollen an dieser Krankheit in Deutschland laut dem „MDR“ leiden. Die durchschnittliche Lebenserwartungen liege bei 20-30 Jahren.

Ein Leben mit hauchdünner Haut

Vater Steffen, dessen Kontakte die Mitfahrt im Müllauto möglich machten, möchte seinem Sohn trotzdem ein möglichst normales Leben ermöglichen. „Wir sind oft zusammen unterwegs, schauen uns viel an. Wir lassen nichts aus. Ein ganz normales Leben eben“, sagt Steffen gegenüber dem „MDR“. Matteo gehe normal zur Schule, in die vierte Klasse der Wilhelm-Busch-Schule. Dennoch ist seine Morgenroutine anders als die anderer Kinder.

Denn jeden Morgen benötige die Haut des kleinen Thüringers verschiedene Salben und einen speziellen Verband am kompletten Körper. „Ihm fehlt ein Collagen, der ‚Klebstoff‘ zwischen den Hautschichten. Matteo muss behandelt werden wie ein rohes Ei. Schon bei kleinsten Berührungen kommt es zu Blasen und offenen Wunde. Und so wie es außen aussieht, sieht es auch innen aus“, erläutert Matteos Vater dem „MDR“.

„Manchmal erschrecken sich Leute, wenn sie mich sehen“

Glücklicherweise habe Matteo keine Schmerzen: „Das ist nicht schlimm, das tut nicht weh. Nur beim Anfassen musst du aufpassen, das geht nur ganz leicht. Und auch verletzen darf ich mich nicht, weil das mit dem Heilen immer ganz lange dauert. Manchmal erschrecken sich die Leute, wenn sie mich sehen“, berichtet er gegenüber des „MDR“.


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Den Mitarbeitern bei der Müllabfuhr gehe es nicht so: „Dieses Strahlen, das färbt doch sofort ab“, meint der Fahrer des Lkw. Matteos Wunsch erfüllen ihm die Mitarbeiter gerne und er genießt es in vollen Zügen.

Sein Fazit: „Das war einfach überwältigend!“