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Thüringer Linke mit deutlicher Forderung an Wagenknecht-Leute – „Eine Sache des Anstands“

Thüringens Linke hat deutliche Worte an die Partei-Abtrünnigen gefunden, die sich Sahra Wagenknecht (Linke) anschließen wollen.

© IMAGO / Funke Foto Services/IMAGO / Jürgen Heinrich

Sahra Wagenknecht will offenbar Parteigründung verkünden

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat sich nach einem Medienbericht entschlossen, eine eigene Partei zu gründen. Am Montag werde sie dies in einer Pressekonferenz in Berlin verkünden, berichtete der "Spiegel".

Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht verlässt die Partei – und gründet eine eigene. Doch nicht nur Wagenknecht geht, viele andere Abgeordnete schließen sich ihr an.

Die Thüringer Linke hat deshalb eine deutliche Forderung an die abtrünnigen Linke-Abgeordneten und an Wagenknechts Gefolgsleute.

Thüringer Linke fordert Mandats-Verzicht

Die Thüringer Linke-Chefs Ulrike Grosse-Röthig und Christian Schaft haben die abtrünnigen Linke-Abgeordneten und Gefolgsleute von Sahra Wagenknecht aufgefordert, ihre Mandate zurückzugeben.

Man halte den Umgang der ausgetretenen Bundestagsabgeordneten mit den ehrenamtlichen Mitgliedern und den Wählern der Linken für unverantwortlich, teilten beide am Montag mit. „Daher wäre es eine Sache des Anstands, dass sie auf ihre durch die Linke errungenen Listenmandate verzichten und diese an die Partei zurückzugeben, welcher die Abgeordneten ihren Sitz im Parlament verdanken“, heißt es in der Mitteilung.


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Wagenknecht verlässt die Linke und gründet ihre eigene Partei. „Wir haben uns zur Gründung einer neuen Partei entschieden, weil wir überzeugt sind, so wie es derzeit läuft, darf es nicht weitergehen“, sagte die 54-Jährige am Montag in Berlin. Die Partei soll Anfang 2024 gegründet werden und bereits zur Europawahl im Juni 2024 antreten. (jko mit dpa)