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England – Slowenien: Fans drehen vor Gruppen-Endspiel durch – damit schießen sie den Vogel ab

Vor dem Spiel zwischen England und Slowenien drehen die Fans in der Stadt ordentlich am Rad. Diese Aktion kann man nicht verstehen.

England - Slowenien: Fans schießen mit diesem Spiel den Vogel ab.
© IMAGO/PA Images

England-Fans feiern in Köln ausgelassene EM-Party

Am Dienstagabend (25. Juni) geht England als Gruppenerster mit vier Punkten in das letzte Gruppenspiel gegen Slowenien, den Gruppendritten mit zwei Punkten. Nachdem die Briten zuletzt in Gelsenkirchen und Frankfurt ihre Spiele ausgetragen haben, spielen sie heute in Köln gegen die Slowenen.

Selbstverständlich belagern seit dem frühen Mittag die Fans beider Mannschaften die Innenstadt von Köln. Unser Reporter hat sich unter die feiernde Menge gemischt und war überrascht, was die Engländer unter Feiern verstehen.

England – Slowenien: Fans verpassen Mega-Star nur ganz knapp

Um 12 Uhr mittags versammelten sich schon die ersten Fans, Engländer wie Slowenen, auf der Domplatte. Erste Amtshandlung von beiden Fangruppen: Erstmal ein schönes Foto mit dem Wahrzeichen von Köln, dem Kölner Dom machen. Was allerdings nur die wenigstens Fans mitbekommen hatten: Luftlinie 30 Meter entfernt stieg Portugal-Legende Luis Figo aus dem Auto, um in Excelsior Hotel Ernst einzuchecken. Schade, Chance verpasst!

Luis Figo beim Einchecken im Excelsior Hotel Ernst in Köln.
Luis Figo beim Einchecken im Excelsior Hotel Ernst in Köln. Foto: Stefan Schier / Der Westen

+++ England zittert vor EM-Duell mit Deutschland: Dafür nehmen die Fans sogar dieses Trauma in Kauf +++

Nach der Fotosession mit dem Kölner Dom konzentrierten sich viele Engländer Fans erstmal darauf, zum Heumarkt zu kommen, um sich hier dem ein oder anderen Kaltgetränk hinzugeben und zusammen zu feiern. Dabei nutzen sie ein ziemlich simples Spiel, um das ganze Umfeld zu verunsichern, aber auch mit anzustecken.

England – Slowenien: Damit schießen die Fans den Vogel ab

Je mehr Bier am Heumarkt geflossen ist, desto lauter und intensiver waren die Fangesänge der Engländer. Äußerst beliebter Inhalt der Gesänge war Erzfeind Schottland. „Scotland get battered, everywhere they go“. Was so viel bedeutet wie: „Die Schotten werden geschlagen, wo auch immer sie hingehen“, hallte immer wieder über den Heumarkt.

Aber die Briten konzentrierten sich nicht nur auf ihre Gegner, sondern spielten auch selbst ein bisschen Fußball. Problem: Es gab für tausende Fans nur einen Ball. Und so sah das Spiel folgendermaßen aus: Ein Fan kickte den Ball so hart er konnte in die Luft und da wo er zurück auf den Boden kam, versuchten die restlichen Engländer den Ball entweder Volley zurück in die Luft zu schießen oder irgendwohin zu köpfen.


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Dabei landete der Ball immer wieder da, wo er nicht hingehörte. Beispielsweise in offenen Zelten von freiwilligen Helfern und Helferinnen, die sich dadurch tierisch erschreckten. Immer wenn der Ball nicht flog oder rollte, wurde er lautstark mit Gesängen zurückgefordert.

Wenn der Ball zurück bei einem Engländer war, knallte er ihn wieder mit voller Wucht in die Luft. Besonders gerne zielten die Engländer dabei auch auf die Fenster der umliegenden Häuser. Immer wenn eins getroffen wurde, feierten die Engländer das lautstark. Die Kölner Einwohner fanden das bestimmt nicht ganz so lustig und sind sicher froh, wenn die englischen Fans endlich im Stadion sind.