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Kriegswende für Putin! Insider prophezeit der EU: „Aufschrei in nächsten Wochen“

Europa steht vor einem Desaster wegen Putin! Ein Experte prophezeit, dass die Regierungschefs der EU-Staaten zu spät aufgewacht sind.

© IMAGO / ITAR-TASS, IMAGO / ZUMA Wire (Fotomontage: DerWesten)

Ukraine-Krieg: Nach 1991 nahm das Unheil seinen Lauf - die Chronologie

Seit dem Angriff Russlands auf sein Nachbarland bestimmt der Ukraine-Krieg das weltpolitische Geschehen. Wir erklären dir, wie sich der Konflikt entwickelt hat.

Sicherheitsexperte Christian Mölling rechnet mit einem bösen Erwachen der Europäer in den kommenden Wochen im Konflikt mit Putin. Die Zeche für die verpennten politischen Entscheidungen werden die Ukrainer zahlen müssen. Doch auch den EU-Ländern könnte das „Desaster mit Ansage“, wie es Mölling nennt, teuer zu stehen kommen.

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Im „Podcast für Deutschland“ der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ spricht der Außenpolitik-Insider über die Lage in der Ukraine – und wieso es nun dramatisch werden könnte.

Ukraine auf „Munitionsdiät“: „Es fehlt an allen Ecken und Enden“

Man brauche gar nicht darauf zu warten, dass Donald Trump bei einem Wahlerfolg die Ukraine im Stich lassen würden. „Es ist ja jetzt schon so, dass die Hilfe der USA nicht mehr da ist“, analysiert der stellvertretende Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Schon heute blockieren die Republikaner ein Hilfspaket in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar im Kongress.

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Die Hilfe aus den USA läuft aus – die Ukraine wird auf „Munitionsdiät“ gesetzt, beklagt Mölling die Lage. Das habe verheerende Folgen für den Kriegsverlauf. Die Ukrainer müssten sich zurückziehen und erobertes Gelände wieder aufgeben. Fehlende Artillerie-Muntion versuche der Verteidiger durch Drohen zu ersetzen. „Das geht aber nicht hundertprozentig mit Blick auf Reichweite und Sprengkraft“, weiß Mölling.

Putin-Prophezeiung: Welche Staaten gehen dann noch ins Risiko?

„Ein Riesenproblem“ sei außerdem, dass Putin mit seinen Streitkräften seinerseits vermehrt auf Drohen setzt, die Ukraine in der Abwehr aber unzureichend darauf vorbereitet ist. „Es fehlt an allen Ecken und Enden“, so der Experte über die verheerende Situation.

Es werde nun immer schwerer für die Ukraine, die Munitionslager zu füllen. „Deswegen wird es in den nächsten Wochen einen großen Aufschrei geben in Europa, dass man doch jetzt irgendwas tun müsse“, prophezeit der Fachmann. Dann werde das Thema der schnelleren Rüstungsproduktion plötzlich ganz dringend werden.

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„Natürlich haben wir in unseren Arsenalen hier und da noch ein bisschen was herumliegen“, so Mölling. Die Frage sei aber, welche EU-Staaten dann noch ins Risiko gehen wollen. Am Ende wolle niemand seine eigenen „letzten Reserven aufgeben“, sonst sei man selbst schutzlos.

Kriegsrisiko für Europa steigt „in erheblichem Maße“

Darum, so glaubt es der Experte, stehe der Ukraine „ein Tal der Tränen“ bevor, bis die Europäer systematisch mehr Munition nachproduzieren können und werden. Auch wenn sich Kanzler Scholz nun an die Spitze dieser Bewegung gesetzt habe, würden die Regierunsgchefs der EU insgesamt zu reaktiv und zu spät handeln. Es sei nun höchste Zeit, auf den Knopf zu drücken, damit es endlich los gehe.

Dass dies alles nicht nur die Verteidigung der Ukraine betrifft, ist für Mölling klar. Er geht davon aus, dass Putin mittelfristig auch NATO-Staaten angreifen könnte. „Es geht nicht mehr um die Frage, ob Russland ein Risiko darstelllt. Sondern nur bis wann wir eigentlich in der Lage sein müssen, darauf zu reagieren“, so der Experte im FAZ-Podcast.


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Sobald die Kampfhandlungen in der Ukraine enden, ticke die Uhr gegen das restliche Europa, so seine Prognose. Schließlich habe Putin sein Land längst auf Kriegswirtschaft umgestellt. „Wenn wir weiter die Hände in den Schoss legen, dann steigt das Kriegsrisiko in Europa in erheblichem Maße“, warnt Mölling.