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Lidl-Kunden trauen an der Kasse ihren Augen nicht – Filial-Leiter muss eingreifen

Discounter wie Lidl werben mit billigen Preisen. Doch bei einigen Kunden erscheinen an der Kasse plötzlich Summen von über 1.000 Euro! Was ist da los?

© IMAGO/Sven Simon

NoName-Produkte von Lidl und Aldi: Wer steckt wirklich dahinter?

Wer auch regelmäßig nach preiswerterer No-Name-Ware aus Discounter und Supermarkt schaut, weiß vielleicht schon, dass hinter den meisten Billigprodukten große Markenhersteller stecken. Wie man sie erkennen kann und konkrete Beispiele haben wir im Video zusammengestellt.

In Zeiten, in denen die Preise bei Discountern und Supermärkten wie Lidl & Co. immer stärker ansteigen, rechnet man gerne schon während des Einkaufs grob zusammen, wie viel Geld man am Ende bezahlen muss. Auf eine böse Überraschung an der Kasse hat schließlich niemand Lust.

Doch trotzdem kommt es bei einigen Lebensmitteln – vorrangig bei Backwaren von der Lidl-Selbstbedienungstheke – zu teils skurrilen Preisen an der Kasse. Ein Video auf TikTok zeigt beispielsweise, dass für ein paar süße Quarkbällchen an der Kasse satte 1.000 Euro abgebucht wurden!

Dass man da als Kunde kurz aus allen Wolken fällt, dürfte jeder nachvollziehen können. Doch was steckt dahinter? Edis Krkusic, der als „Lidl-Filialleiter“ in den sozialen Medien unterwegs ist, klärt auf.

Lidl: Backwaren für 1.000 Euro?

Bereits mehrfach habe Krkusic Nutzer-Fragen zu Fällen wie dem oben beschriebenen Quarkbällchen-Beispiel erhalten. Dabei handelt es sich jedoch keinesfalls um besonders teure Luxusgüter aus der Backstube – nein, die 1.000 Euro auf der Abrechnung haben eine ganz simple Bedeutung.

Denn bei einigen Lebensmitteln arbeitet Lidl mit so genannten PLU-Nummern (PLU = „Price Look Up“) – bei Obst, Gemüse oder auch bei Backwaren. Diese Nummern sorgen an der Kasse dafür, dass bei den jeweiligen Produkten der richtige Stückpreis abgerechnet wird.

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Doch ab und dann können sich diese PLU-Nummern auch ändern. Wenn dann an der Kasse weiterhin die alten Nummern eingegeben werden, landet das Geld bei der Abrechnung nicht mehr da, wo es korrekterweise hinsollte. Deswegen gibt es einen Sicherheitsmechanismus im System.

Lidl-Filialleiter erklärt hohe Summe

Der Clou: Sobald eine PLU-Nummer nicht mehr gültig ist, wird sie im System mit einem Warenwert von 1.000 Euro gleichgesetzt. Ein astronomischer Preis, der für kein einziges Lebensmittel bei Lidl gelten kann. So merken Kassierer sehr schnell, dass bei der Abrechnung irgendwas schiefgelaufen sein muss – und können die PLU-Nummer ersetzen.



Also durchatmen: Nur weil plötzlich eine vierstellige Summe auf dem Lidl-Kassenschirm erscheint, muss man als Kunde nicht automatisch ein Vermögen im Discounter lassen. Genau nachschauen lohnt sich!