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Rewe, Kaufland und Co.: Immer mehr SB-Kassen im Ausland plötzlich verschwunden! Bald auch in Deutschland?

Im Ausland verschwinden SB-Kassen Stück für Stück aus den Filialen. Erwartet das nun auch Kunden von Rewe, Kaufland und Co. in Deutschland?

© IMAGO/Michael Gstettenbauer

Kaufland: Die Erfolgsgeschichte der Supermarktkette

Die Lebensmittel-Einzelhandelskette Kaufland wurde 1968 gegründet und hat seinen Hauptsitzt im baden-würrtembergischen Neckarsulm. Die Kaufland Stiftung und Co. KG gehört genau wie der Discounter Lidl zur Schwarz Gruppe. Kaufland beschäftigt insgesamt 132.000 Mitarbeiter.

Wer bei Rewe, Kaufland und Co. regelmäßig einkaufen geht, hat in den letzten Jahren mitbekommen, dass die Supermarkt-Ketten in puncto Kassen ordentlich aufgerüstet haben. Ein ganz besonderes Highlight jener Kunden, die dem Small-Talk mit den Mitarbeitern beim Bezahlen aus dem Weg gehen möchten: Selbstbedienungs-Kassen.

Dort können Kunden die Produkte selbst scannen, einräumen und bezahlen. In einigen Ländern macht sich allerdings der Trend bemerkbar, dass immer mehr Supermarkt-Ketten die SB-Kassen aus den Filialen wieder entfernen. Müssen Kunden bald auch in Deutschland auf den Self-Checkout verzichten? DER WESTEN hat bei Rewe, Kaufland und Co. nachgefragt.

Rewe, Kaufland und Co.: SB-Kassen in Gefahr?

Insbesondere in den USA und Großbritannien geht der Anteil der SB-Kassen in den Märkten zurück. Der Grund dafür? Walmart will mit der Abschaffung Diebstählen vorbeugen. Die Supermarkt-Kette Booths tut es ihnen gleich – mit der Begründung, die Kunden seien mit dem neuen Kassen-Prinzip unzufrieden. Ziehen Rewe, Kaufland und Co. jetzt nach und beugen sich diesem Trend?

++ Kaufland mit eindeutiger Botschaft – als Kunden diese Zettel sehen, fallen sie vom Glauben ab ++

Bereits seit dem Jahr 2015 bietet Kaufland zusätzlich zu den klassischen Bedienkassen auch den Self-Checkout an. Während Booths in Großbritannien jedoch einen Nachfrage-Rückgang verzeichnet, stellt Kaufland genau das Gegenteil fest. „Wir stellen vermehrt fest, dass auch ältere Menschen gerne SB-Kassen nutzen. Dort können sie im eigenen Tempo ihre Einkäufe einpacken“, heißt es auf Anfrage dieser Redaktion. Künftig will die Supermarkt-Kette sogar noch einen Schritt weiter gehen.

Kaufland verzeichnet positive Resonanz

In mehr als 170 Filialen bietet Kaufland das Bezahlen per SB-Kasse bereits an. Die seien zudem die Grundlage für den K-Scan, mit den Kaufland das Einkaufen künftig weiter vereinfachen will. Dabei können Kunden mit einem mobilen Handscanner oder per Kaufland-App die Produkte direkt scannen und müssen an der Kasse lediglich bezahlen, ohne alle Produkte nochmal extra aus- und wieder einzuräumen. Für Kaufland steht fest: „Aufgrund der positiven Resonanz unserer Kunden bauen wir dieses Angebot sukzessive aus.“ Ein Ende der SB-Kassen ist hier also nicht in Sicht.


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In Rewe-Märkten zeigt sich ein ähnlicher Trend. Zwar wird hier genau wie bei Kaufland standortspezifisch entschieden, ob der Einsatz von Self-Checkout-Kassen sinnvoll ist, in städtischen Filialen ist die Nachfrage jedoch weiterhin hoch. Besonders Kunden mit einer geringen Anzahl an Artikeln nutzen die SB-Kassen, um langen Warteschlangen zu entgehen. Bedeutet konkret: In Deutschland müssen sich Kunden erstmal keine Sorgen machen, dass die SB-Kassen künftig aus den Filialen verschwinden.