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Ikea: Große Änderung in Sicht – viele Kunden werden damit überhaupt nicht klarkommen

Der Möbelriese Ikea erfreut sich an zahlreichen Besuchern, die gut und gerne mal den halben Tag dort verbringen. Das könnte sich bald ändern.

© IMAGO/Norbert Schulz

Ikea: Die Erfolgsgeschichte des Möbelhauses

Die schwedische Möbelhauskette Ikea erfreut sich in Deutschland bei Kunden großer Beliebtheit. Immer mehr Möbelhäuser entstehen und die Umsätze wachsen. Ikea erzielte im abgeschlossene Geschäftsjahr 2020 in Deutschland einen Einzelhandelsumsatz von 5,325 Milliarden Euro.

Ob ein neuer Wohnzimmerschrank zusammen mit der passenden Couch oder doch lieber Kleinkram wie Küchenutensilien, Pflanzen und Textilien: Ikea hat nahezu alles, was das Einrichtungsherz begehrt. Ein Besuch in einem der großen schwedischen Einrichtungshäuser kann dabei gut und gerne mal einen halben Tag dauern und endet oftmals mit einem leckeren Teller Köttbullar.

Doch statt Tagesausflug könnte der Ikea-Besuch bald Teil des regulären Stadtbummels sein. Denn offenbar ist der schwedische Möbelriese sehr interessiert an den Standorten der insolventen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof. Finden wir Ikea nun bald zwischen den Geschäften in der Fußgängerzone?

Ikea bald in der Innenstadt?

Bis Mitte 2024 sollen über 50 Märkte von Galeria Karstadt Kaufhof geschlossen werden. Was dann mit den leeren Filialen passieren wird, steht aktuell noch in den Sternen. Während in großen Metropolen die Schließung von Galeria-Filialen wohl verkraftbar sein wird, trifft es kleinere Städte besonders hart. Nachfolger müssen her, um Kunden wieder in die Innenstadt zu locken. Laut Galeria stehen schon seit Januar erste Interessenten bereit, einzelne Filialen zu übernehmen. Nach Informationen von „Welt“ soll auch Ikea auf der Liste der Interessierten stehen.


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„Solche Innenstadt-Lagen hätten Chancen“, erklärt Markus Meyer, Präsident des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM). Bislang lagen die Ikea-Filialen eher am Rand der Stadt oder unweit der Autobahn – das könnte sich nun ändern. Laut dem BVDM war das vergangene Geschäftsjahr ein sehr schwaches Möbeljahr. Dieses neue Konzept könnte Abhilfe schaffen

Anderes Feeling beim Ikea-Einkauf?

Was für Ikea im ersten Moment zwar wie eine tolle Chance anhört, dürfte bei vielen Kunden nicht gerade auf große Begeisterung treffen. Schließlich gehen viele Shoppingenthusiasten einfach nur wegen der riesigen Auswahl zu Ikea. Textilien, Pflanzen, Deko und Küchenzubehör, so weit das Auge reicht. Bei jedem Besuch des schwedischen Einrichtungshauses verlässt man die Verkaufshalle mit einigen Sachen im Einkaufswagen, die man eigentlich gar nicht gebrauch hat. Dieses Erlebnis würde in kleineren Filialen natürlich wegfallen.


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Dennoch könnte das neue, städtische Angebot für einige gerade zum rechten Zeitpunkt kommen. Für viele bedeutet ein Besuch bei Ikea derzeit auch eine längere Fahrtzeit. Durch die Innenstadt-Filialen wäre Ikea nun für viele Bürger besser erreichbar. Offiziell angekündigt ist dabei noch nichts – die Planungen laufen jedoch auf Hochtouren.