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Kaufland, Aldi und Co.: Neue Steuer auf beliebte Produkte? Bauern-Proteste könnten mit Knall enden

Eine Lösung im Streit um die Agrar-Subventionen könnten bald die Kunden von Kaufland, Aldi und Co. zu spüren bekommen.

© IMAGO/Marius Schwarz

Bauern-Demo in Essen: Das sagen Beteiligte zu den Protesten

Am 10. Januar 2024 fuhren im Rahmen der Bauern-Proteste wieder Traktoren durch Essen. DER WESTEN war vor Ort und hat mit Beteiligten gesprochen.

Die Landwirte in Deutschland machen derzeit ihren Ärger über die geplanten Agrar-Subventionen deutlich. In ganz Deutschland finden seit nun schon einer Woche die Bauern-Proteste statt, überall sind die Landwirte mit ihren Traktoren zu sehen. Am Montag (15. Januar) endet die Protestwoche mit einer Großdemonstration in Berlin.

Auch Gespräche zwischen der Ampel-Regierung und den Landwirten wird es geben. Eine Lösung in dem Streit um die gekürzten Subventionen könnten dabei vor allem bald die Kunden von Kaufland, Aldi und Co. zu spüren bekommen.

Wird es bei Kaufland, Aldi und Co. nach den Bauern-Protesten teurer?

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat mitten in den Diskussionen um eine zukunftssicheren Landwirtschaft nun einen Vorschlag eingebracht, den die Verbraucher zukünftig wohl bemerken würden. Der Grüne-Politiker will die Bauernproteste nutzen, um die Tierwohlabgabe einzuführen, die schon lange im Gespräch ist. Mit dem sogenannten „Tierwohlcent“ möchte Özdemir den tierfreundlichen Umbau von Ställen unterstützen, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete.


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Konkret müssten Verbraucher durch diese neue Steuer mit einem Preisanstieg bei tierischen Produkten rechnen. „Schon wenige Cent mehr pro Kilo Fleisch würden bedeuten, dass unsere Landwirte Tiere, Klima und Natur besser schützen können – so, wie es doch alle verlangen“, erklärte Özdemir der Zeitung. Demnach würde pro Kilo Fleisch, Milch oder Eiern eine Abgabe fällig. Die Einnahmen kämen dann Landwirten zugute. Auch aus Reihen der FDP und SPD kommt Zuspruch für die möglicherweise neue Steuer.

Billigpreise in Discountern

Der große Traktoren-Protest richtet sich auch gegen den Widerspruch zwischen neuen Umweltvorgaben und Düngeregeln, bei gleichzeitig vielen Billigpreisen im Supermarkt bei Kaufland, Aldi und Co. Schon seit 2020 ist daher diese neue Steuer im Gespräch. Konkret wurde dabei von Preiserhöhungen im Rahmen von 40 Cent je Kilo Fleisch, zwei Cent je Liter Milch und 15 Cent auf Butter und Käse gesprochen. Fest stehen diese Zahlen jedoch noch lange nicht.


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Am Montag (15. Januar) wird nun ein Gespräch zwischen den Fraktionschefs der Ampel-Koalition und dem Bauernverband stattfinden. In diesem hoffen die Landwirte auf ernsthafte Vorschläge. Mehr zum Verlauf des Bauern-Protests in NRW kannst du in diesem Liveticker nachlesen. Ob es dabei auch um die neue Steuer gehen wird, die die Kunden von Kaufland, Aldi und Co. bei tierischen Produkten bemerken werden, bleibt abzuwarten.