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Goethe-Galerie: Hoffnung für SinnLeffers, aber Sorge über Verkehrschaos

Goethe-Galerie: Hoffnung für SinnLeffers, aber Sorge über Verkehrschaos

Goethe Galerie, Jena
Blick durch die Goethe Galerie in Jena. Foto: Imago/Westend61
  • Noch kein offizielles Statement zu SinnLeffers-Standort in Jena
  • Management der Goethe Galerie sieht jedoch gute Chancen für Filiale
  • Baustellen-Chaos in der Jenaer Innenstadt bereitet Sorgen

Vier Monate sind seit der SinnLeffers-Insolvenzmeldung vergangen und auch am Donnerstag herrschte noch keine Klarheit über die Zukunft der Filialen. Noch für keinen der 23 Standorte in der Bundesrepublik seien Verhandlungen erfolgreich beendet worden, heißt es auf Thüringen24-Anfrage.

Auch das Management der Goethe Galerie blickt gespannt auf die bevorstehende Entscheidung. Centermanager Michael Holz gegenüber TH24: „Wir gehen davon aus, dass wir über die aktuelle Situation hinaus mit SinnLeffers weiterarbeiten werden.“ Dafür gebe es viele Indikatoren. Zum einen „funktioniert der Standort in Jena ganz hervorragend“ und zum anderen habe die Goethe Galerie bereits in der Vergangenheit eine Planinsolvenz von SinnLeffers gemeinsam durchgestanden.

Großmieter mit positiver Wirkung für gesamte Goethe Galerie

„Ich kann aber auch nicht in die Glaskugel schauen“, so Centermanager Holz. In jedem Fall sei der Modeladen mit etwa 4500 Quadratmetern ein „Magnetmieter“, der auch für andere Läden im Einkaufstempel in der Jenaer Innenstadt positive Synergieeffekte erzeuge. „Das wäre ein unangenehmer Einschnitt, wenn einer der Großmieter das Haus verlassen würde. Das müsste erstmal kompensiert werden“, erklärt GoeGa-Chef Holz.

Doch neben der offenen Zukunft durch das Modeunternehmen aus Hagen sei die Situation sehr gut. Es gebe zwar gerade „zwei, drei Bewegungen“ unter den Mietparteien der Galerie, doch das sei normal und etwaige Leerstände würden nur für wenige paar Tage bestehen.

Verkehrschaos durch unkoordinierte Straßenbaustellen

Sorge bereitet den Läden hingegen das Verkehrschaos in der Innenstadt. „Das hat sich die Stadt selbst durch unkoordinierte Straßenbaustellen beschert. Und die Auswirkungen machen sich auch bei den Umsätzen bemerkbar. Die Höhe der Einbußen fallen von Geschäft zu Geschäft jedoch unterschiedlich aus“, so der Centermanager. Die Situation sei höchst unbefriedigend und dürfe sich in Zukunft nicht wiederholen, sonst würden wieder Kunden aus dem Umland die Fahrt in die Jenaer Innenstadt meiden.

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Hintergrund:

  • Die Goethe Galerie besitzt eine Verkaufsfläche von mehr als 29.000 Quadratmetern.
  • Sie bietet Platz für etwa 80 Geschäfte – darunter Mode, Elektronik, Spielwaren, Dienstleistungen und Gastronomie.
  • Darüber hinaus beherbergt der Gebäudekomplex Büroräume und Arztpraxen.