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Erfurt ändert still und heimlich die Regeln! Mann perplex – „Jemand hätte doch mit mir reden können“

Ein Erfurter Straßenmusiker hatte im Sommer viel vor – die Rechnung hat er dabei allerdings ohne die Stadt gemacht.

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Was du über die Stadt Erfurt wissen solltest

In diesem Video stellen wir dir die thüringische Hauptstadt vor.

Eine Stadt lebt von ihren Menschen, ihrem kulturellen Angebot und nicht zuletzt von der guten alten Straßenmusik. Die Klänge von Instrumenten und Gesang nutzen Straßenmusiker für sich, um für gute Laune in den Innenstädten zu sorgen. Auch in Erfurt gibt es zig Künstler, die mit ihrer Musik für Stimmung sorgen – manche von ihnen sind sogar ziemlich prominent.

Doch: Die Stadt macht einer bestimmten Gruppe von Künstler jetzt einen Strich durch die Rechnung – sie dürfen künftig keine Musik mehr machen.

Erfurt: Tonspuren in Endlosschleife

Zugegeben: Straßenmusik ist nicht jedermanns Sache. Während die einen gerne stehen bleiben und den Klängen lauschen, würden sich die anderen am liebsten die Ohren zuhalten. Geschmäcker sind eben verschieden. Fest steht dennoch: Die Stimmung ist gleich anders, wenn in Innenstädten Musik gemacht wird. Für einen Erfurter Künstler ist Straßenmusik-Reise allerdings nun vorbei – und das vermutlich für immer, wie die „Thüringer Allgemeine“ berichtet.

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Für Straßenmusiker Nicolas Müller sollte es ein aufregender Sommer werden: Mit einer sogenannten „Loop Station“ – auch genannt „Looper“ – wollte er seine Musik in der Erfurter Innenstadt zum Besten geben. „Looper“ sind technische Geräte, mit denen man Tonspuren aufnehmen und mixen kann, um sie dann in einer Endlosschleife abzuspielen. So oder so ähnlich hatte sich das der 24-Jährige zumindest vorgestellt.

Keine Genehmigungen mehr für SIE

Diesen Traum ließ die Stadtverwaltung Erfurt schneller platzen, als Nicolas gucken konnte. Denn: Der Künstler muss für seine Art von Musik einen Antrag stellen, weil er für sie einen Verstärker braucht. Das ist für ihn zwar nichts Neues, da diesen bereits schon zweimal erfolgreich stellte und auch genehmigt bekam – doch neu ist, dass der dritte Antrag schließlich abgelehnt wurde. Kein Zufall, erzählt er der „Thüringer Allgemeinen„.


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Die Stadt Erfurt möchte künftig nämlich keine Genehmigungen mehr für Verstärkermusik in der Innenstadt erteilen. Ein Unding, findet Nicolas. Der konnte die Absage nämlich kaum fassen: „Jemand hätte doch mit mir reden können, wenn meine Musik zu laut ist“. Doch: Die Stadt kann den Vorwurf nicht ganz unterschreiben – warum, liest du im Artikel der „Thüringer Allgemeinen„.