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Erfurt: Schock-Fund! Verhalten sorgt für Trauer und Wut – „Rettet im Zweifel Leben“

Es ist ein schockierender Fund, der in Erfurt gemacht wurde. Er sorgt für Trauer und Wut. Ein dringender Appell wird laut.

Erfurt
u00a9 IMAGO/Funke Foto Services

Was du über die Stadt Erfurt wissen solltest

In diesem Video stellen wir dir die thüringische Hauptstadt vor.

Ein Anblick in Erfurt, der nichts für schwache Nerven ist. Trotzdem ist es wichtig hinzuschauen, wie jetzt auch Tierschützer deutlich machen.

Denn im Zweifel kann das richtige Verhalten Leben retten. Im aktuellen Fall aus Erfurt kam leider jede Hilfe zu spät.

Erfurt: „Miele und drei Anrufe, die uns traurig machen“

Der Donnerstag (2. Mai) war für die Tierretter der Erfurter Tauben kein guter Tag. Wie sie auf Facebook schreiben, machte sie insbesondere das Verhalten verschiedener Anrufer ziemlich traurig.

Die erste Anruferin meldete eine Babytaube am Johannestor, die am Morgen entdeckt wurde. Das Problem: Erst am Nachmittag erfuhren die Taubenschützer davon. „Die Melderin habe ‚vergessen‘, früher anzurufen. Natürlich fanden wir kein Tier mehr vor Ort“, so der Verein.

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Als zweites bekamen die Erfurter Tauben keinen Anruf, sondern eine SMS. „Im Venedig sei vermutlich eine verletzte Taube“, zitiert der Verein den Inhalt. Weil bei einer Nachricht nur ein kurzer Ton abgespielt wird, wurde die SMS erst 1,5 Stunden später gesehen. Auch hier kamen die Taubenretter zu spät. „Bei einem Anruf hätten wir nachfragen und beraten können.“

Für Miele kommt jede Hilfe zu spät

Beim dritten Fall dann der Schock-Fund. Eine Anruferin meldete eine Taube, die vor einem Küchenstudio lag. „Ob ihr noch zu helfen sei“, fragte er. Leider hinterließ derjenige nur eine Nachricht auf der Mailbox. Später, als die Helfer zurückriefen, ging niemand ans Telefon.


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Als sich das Team auf den Weg zum Küchenstudio machte, entdeckten sie tatsächlich eine Taube. „Miele war mit solcher Wucht gegen das Fenster geflogen, dass sie vermutlich sofort tot war – auf dem Bild ist das auch für Laien deutlich erkennbar“, schreiben sie weiter. „Den Weg hätten wir uns also sparen können, wenn die Melderin selbst kurz nachgeschaut hätte.“

Die Taubenretter machen deshalb eines ganz klar: „Wir bitten euch dringend, Notfälle IMMER telefonisch zu melden.“ So könne das Team gezielt Fragen stellen und die Situation genau einschätzen. Wenn nicht sofort jemand ans Telefon geht, dann könne man ruhig mehrmals anrufen. „Das erspart Ärger und Frust und rettet im Zweifel Leben.“